Hannibal - Gletscherschauspiel

Freitag 12. April 2019
Rettenbachgletscher | Sölden
Ötztal | Tirol

 
 

 

Trailer 2017

 

Kein Bühnenrand, kein Schnürboden, kein Orchestergraben, nichts kann Hannibal am Rettenbachferner aufhalten.

Lawine Torrèn erzählt die Lebensgeschichte des karthagischen Feldherren als atemberaubendes Naturtheater, als eine moderne Parabel um Machtstreben, Leadership, Intrigen und Weltpolitik. Der Begriff von der westlichen Welt wurde damals entschieden. Rom und nicht das afrikanische Karthago stieg zur beherrschenden Weltmacht auf. Um ein Haar wäre es anders gekommen.

 
 Hannibal on his snowcat followed by an AB 212 of the Austrian Army, © Magdalena Lepka

Hannibal on his snowcat followed by an AB 212 of the Austrian Army, © Magdalena Lepka

 

300 Spitzensportler, Piloten der flying bulls, Tänzer und Bergsteiger, ein ganzer Ort ist auf den Beinen, wenn 37 Pistenbullys über den Gletscher stampfen: die Elefanten.

Mehr als 50.000 Zuseher konnten das Gletscherschauspiel bisher verfolgen. Jene, die schon einmal oben waren, kommen immer wieder und erzählen von 67 unvergesslichen Minuten. Die Produzenten – Sölden und Red Bull – sind überzeugt: Hannibal muss man live gesehen haben.

Der Initiator des Projekts Hannibal - Ernst Lorenzi - beschreibt die Stimmung auf 3000 Metern kurz vor Ende des Stückes so: "Auf der Gletscherzunge tobt die Schlacht von Zama. Unmittelbar vor den Zuschauern unterliegt Hannibal seinem römischen Widerpart Scipio. Während Menschen und Maschinen in einem chaotischen Sturm dem Höhepunkt zusteuern, macht sich Hannibal aus dem Schneestaub, in aller Stille, kopfüber am Hubschrauber hängend.”

 

 Lucia Riccelli at the battle of Zama, © Magdalena Lepka

Lucia Riccelli at the battle of Zama, © Magdalena Lepka

“Wir freuen uns, dass das Projekt Hannibal im internationalen Maßstab Vorbildwirkung hat für die Verbindung von Kultur und Tourismuswirtschaft”, meint Jack Falkner von den Bergbahnen Sölden. Er selbst und Dietrich Mateschitz von Red Bull standen 2001 an der Wiege der Idee, Ski- und Flugsport in einen klassisch-mythologischen Kontext zu stellen und mit zeitgenössischer Ästhetik umzusetzen.

„Das typische Knattern des zweiflügeligen Rotors einer 212 durchschneidet die Luft, am Seil hängt Venus in ihrem langen Kleid. Es ist kalt am Rettenbachferner. Der Bundesheerhubschrauber AB 212 wird geflogen von einem Profi, an der Winde ebenfalls ein Profi. Ohne Spezialisten undenkbar, denn der Einsatz bei Hannibal ist auf die Sekunde genau festgelegt“, sagt Oberst Raimund Lammer, Militärkommando Tirol.

 Traversing the Alps, © Ernst Lorenzi

Traversing the Alps, © Ernst Lorenzi

Das Gletscherschauspiel

Einmal still, einmal donnernd breitet sich eine präzise Choreographie von Tänzern und Lawinen, Pistenbullys, Flugzeugen, Helikoptern und Skidoos, Fallschirmspringern und Skifahrern über die fantastische Bergwelt des Ötztaler Rettenbachferner aus.

„Ich stehe in einer Schneelandschaft auf beinahe 3000 Metern und erlebe mit tausenden eine Erzählung, das mir immer wieder unter die Haut geht.“ so Regisseur Hubert Lepka. “Die spektakuläre Show unter freiem Himmel wurde als direktes Erlebnis der Sinne konzipiert und spielt in einer Landschaft, die wir in ihrer Form möglichst unberührt zeigen. Zehntausende Zuschauer sind staunend mittendrin. In einer Welt der Medienbilder wirkt dieses Naturschauspiel dem Verlust von Landschaft entgegen. Hannibal ist ein wohldurchdachtes Abenteuer, vollkommen analog und in Echtzeit”.

 Tomas Simatovic as Hannibal, © Ernst Lorenzi

Tomas Simatovic as Hannibal, © Ernst Lorenzi

Die Geschichte

218 v. Chr. überquerte Hannibal aus Karthago in nur zehn Tagen mit 60.000 Mann und 37 Elefanten die Alpen. Trotz militärischer Überlegenheit verzichtete er jedoch auf die Eroberung Roms. Ein Verzicht mit historischen Konsequenzen bis heute: dem Zögern folgte die Niederlage gegen die Römer unter Scipio in der Schlacht bei Zama. Der Begriff von der westlichen Welt wurde damals entschieden: Rom stieg zur beherrschenden Weltmacht auf, die nordafrikanische Handelsmetropole Karthago versank im Erdboden.

 Hannibals dream, © Peter Rigaud

Hannibals dream, © Peter Rigaud


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HANNIBAL - Glacial Theatre
Friday, April 12th 2019 | Dusk
Rettenbachferner Sölden | Ötztal | Tirol

 

"absurd magnificence"

(Frieze Magazine)

 

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The Pollux story

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