108 EB

Kammermusik für 4 Motoren & Bedienungspersonal

Uraufführung 1989 - Sommerszene Salzburg


108 EB war der Versuch mit vier nackten Automotoren - an Stahlseilen an die Decke eines Theatersaales gehängt - die Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach zu intonieren. Dieses Unterfangen war in mehrerlei Hinsicht skandalös: es stellte vier Tänzer, Choreografen und Ärzte auf die Bühne, die in der Folge lediglich die Aufgaben von Automechanikern vollführten.

Es überforderte im Ansinnen die musikalischen Möglichkeiten der Instrumente, der Motoren. Es produzierte unerträglichen Lärm und Gestank zu Zeiten der Hochblüte des ökologischen Fundamentalismus.

Nichts an dieser Arbeit schien "richtig" zu sein, vielmehr war alles falsch und gerade deshalb war 108 EB (übrigens nach dem Geburtsjahr von Ettore Bugatti beziffert) ungeheuer aktuell.

Trailer of the 2012 Sommerszene Salzburg Performance, © Stefan Aglassinger


"Die wohl aufregendste und
eindrucksvollste Performance,
die es je in Salzburg gegeben hat." (ORF, 1989)

 

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